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Hebbel-Museum
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Adresse
Hebbel-Museum Österstraße 6 25764 Wesselburen
Tel.: 04833/ 41 90 Fax: 04833/ 41 91
Hebbel-Museum@t-online.de www.Hebbel-Museum.de
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Öffnungszeiten
Di - Do 10.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr Fr - So 10.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr
Weitere Besuchsmöglichkeiten nach Vereinbarung
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Eintrittspreise
Erwachsene 2 Schüler/ Studenten 1 Kinder bis 14 Jahre 1 Gruppen ab 10 Personen mit/ ohne Führung 2/ 2 Schulklassen (mit Führung) 1 Mitglieder der Hebbel-Gesellschaft frei
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Informationen
Das Hebbel-Museum in Wesselburen beschäftigt sich mit Leben und Werk des hier 1813 geborenen Dichters, der 1863 in Wien verstarb. Zehn historische Räume zeigen Möbel, Haushaltsgegenstände, Bilder und Dokumente. Seine ersten 32 Lebensjahre waren bestimmt von Hunger und Armut, später in Wien (1845 63) fand er Wohlstand und Anerkennung. Dort lebte er mit der Burgschauspielerin Christine Enghaus, die er 1846 heiratete. Aus dieser Zeit stammt auch das Wiener Zimmer des Museums, das den gehobenen Lebensstil des schleswig-holsteinischen Dichters dokumentiert. Dem Haus angeschlossen ist eine Forschungsstelle und eine umfangreiche Bibliothek.
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Vom Maurergehilfen zum Dichter
Die Alte Kirchspielsvogtei in Wesselburen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie steht schonüber 90 Jahre, als der spätere Dramatiker Christian Friedrich Hebbel, genannt Christian, 1828, nach seiner Konfirmation aus der kleinen Wohnung, die die Mutter in der Österstraße bezogen hatte, in den Dienst des Kirchspielvogts Mohr geht. Im Jahr zuvor war Hebbels Vater, der Maurer Claus Friedrich Hebbel, gestorben.
Nun muss er nicht mehr als Zupfleger die Mulde mit Lehm oder Steinen schleppen und kann sich nach seinem Vorbild Schiller Friedrich rufen lassen.Neun Jahre lebt und arbeitet Hebbel in der Alten Kirchspielsvogtei, zunächst als Laufbursche, später als Schreiber. Hier führt er das Protokollbuch und nimmt auch kleine polizeiliche Verrichtungen vor wie das Prüfen von Reispässen. Er genießt das Vertrauen seines Prinzipals, hat umfassende Akteneinsicht und verbringt allenfalls zwei Stunden täglich am Schreibtisch.
Zu Hebbels Zeit ist das heutige Dichtermuseum in Wesselburen der Mittelpunkt der Verhandlungen aller Geheimnisse des Ortes, so der niederdeutsche Dichter Klaus Groth. Aus dem realen Dithmarscher Alltagsleben stammt der Stoff, den er später zu seinem Drama Maria Magdalena verarbeitet. Hebbels verschließbare Bettstatt besteht aus einem Verschlag unter der Bodentreppe. Ganze Nächte hindurch vertieft sich hier der junge Schreiber in die Bücher des Kirchspielvogts, hier liest er auch Goethe und Schiller. Er hat freien Zugang zur reich bestückten Bibliothek des studierten Kirchspielvogts. Seinen Brei löffelt er zusammen mit dem Kutscher und der Magd.
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Museumspädagogische Angebote
Schreiben mit Gänsekiel und Tinte aus dem Fass
Für Schülerinnen und Schüler aller Schultypen ist der Umgang mit dem Computer so selbstverständlich wie die Verwendung eines Wörterbuches. Schreiben mit Gänsekiel und Tinte aus dem Fass ist Geschichte. Zwar weiß man, dass früher einmal so gearbeitet wurde. Allein die Praxis ist unbekannt. In der Alten Kirchspielsvogtei in Wesselburen gibt es Nachhilfe und ganz praktische Lektionen in der Schreibkunst der Ur-, Ur-, Urgroßeltern.
Vorbereitung im Unterricht:
Kurzbiografie Besprechung eines Dramas Gedichtinterpretation Tagebuchnotate Aufzeichnungen aus meinem Leben (ab 4. Grundschulklasse) Erzählungen (Schauerromantik)
Das Museum bietet an:
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Einführungsvortrag über Leben und Werk eventuell mit Videoausschnitten (1 Stunde)
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Führung mit Schwerpunkten
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Hebbel und Wesselburen
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Reisejahre
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Hebbel und Wien
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Hebbel und Weimar
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Hebbel und das Wiener Burgtheater
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Projektarbeit im Museum
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Erarbeitung eines biografischen Abschnitts (Chronik) mit Präsentation
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Beziehung zu Zeitgenossen (Stifter, Grillparzer, Gutzkow, Heine)
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Hebbels Werke auf der Bühne (Vergleich von Inszenierungen, Material aus dem Archiv)
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Projekt Edition: Vom Manuskript zum Buch Entstehung einer historisch-kritischen Ausgabe, Herausgabe des Hebbel-Jahrbuchs
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Projekt Archivierung Gliederung der Sammlung (Wo finde ich was wieder?) Beschaffung, Aufbewahrung, Erhaltung, Anlegen eines Katalogs, Präsentation
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Die deutsche Schrift: Wir lesen Hebbel-Autographen
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Handschriftenzimmer
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Transkription eines Hebbel-Briefes mit Hilfe des deutschen Alphabets
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Schreiben wie Hebbel mit Gänsekiel und Tinte aus dem Fass
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Literaturarbeit in der Bibliothek neben Hebbels Werken und der Sekundärliteratur ist auch eine umfangreiche allgemeine Sammlung vorhanden: div. Lexika, Periodika, Heimatgeschichte
Die Rahmenbedingungen
geringer Eintritt; Bibliothek mit 50 Sitzplätzen und zwei weitere Arbeitsräume mit rund 12 bis 15 Tischplatten, 3 Computer, Scanner, Fernsehgerät mit Video-Recorder, Diaprojektor, Kopiermöglichkeit, Reproeinrichtung
Das Wesselburener Dichtermuseum ist ein offenes Haus, wo auch einmal was angefasst werden darf.
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Touristische Angebote
Herausragende Bauten in Wesselburen sind die weithin sichtbare Kirche mit dem charakteristischen Dachreiter mit Zwiebelhaube und die Kirchspielsschreiberei am Markt.
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Historisches
Das Hebbel-Museum in Wesselburen beschäftigt sich mit Leben und Werk des 1813 in Wesselburen geborenen Dichters, der 1863 in Wien verstarb.Untergebracht ist das Museum in der Alten Kirchspielsvogtei, in der Friedrich Hebbel sieben Jahre lang gelebt und gearbeitet hat. Das Haus wurde ein Jahr nach dem großen Brand von 1736 erbaut.
Von 1793 bis zur Pensionierung des Kirchspielvogts Johann Jakob Mohr im Jahr 1858 diente sie als Wohnhaus und Amtssitz der Kirchspielsvögte. 1949 kaufte die Stadt Wesselburen das Gebäude.
Bereits drei Jahre später konnte das Hebbel-Museum in diesem Haus neu eröffnet werden. Seit seiner Gründung im Jahr 1911 befand es sich im Obergeschoss des Hebbelhauses in der Süderstraße.
Die Ausstellung im Erdgeschoss zeigt in zehn Räumen Leben und Werk des großen Dramatikers. Kindheit und Jugend werden im Wesselburener Zimmer und im nachgebauten Geburtszimmer gegenwärtig. In der Schreiberstube führte Hebbel das Protokollbuch der Kirchspielvogtei. Hier entstanden auch erste Gedichte. Beeindruckend ist der karge Alkoven unter der Bodentreppe, dessen Enge der junge Hebbel beim Schlafen noch mit dem Kutscher teilen musste.
Die entbehrungsreichen Jahre in Hamburg und auf Reisen sind in zwei weiteren Räumen dokumentiert. In dieser Zeit sind die Dramen Judith, Genoveva und das heute noch am meisten gespielte bürgerliche Trauerspiel des Dichters Maria Magdalena entstanden. Das Wiener Zimmer zeigt die vielfältigen Beziehungen mit bedeutenden Persönlichkeiten, die Friedrich Hebbel nach seiner Hochzeit mit der Burgschauspielerin Christine Enghaus von Wien aus pflegte.
In der alten Kaiserstadt kam er zu Ruhm und Ansehen. Hier entstanden die Dramen Herodes und Marianne, Agnes Bernauer, Gyges und sein Ring und die Nibelungen, für die Hebbel kurz vor seinem frühen Tod mit dem Schiller-Preis ausgezeichnet wurde. Das Handschriften-Zimmer kann als die Schatzkammer des Museums bezeichnet werden. Eine Auswahl an Original-Handschriften gibt einen Einblick in die Korrespondenz, die der Dichter mit vielen seiner Zeitgenossen geführt hat.
Das Wiener Wohnzimmer schließlich vermittelt einen Eindruck von der Wohlhabenheit des Ehepaars Hebbel. Hier findet der Besucher wertvolle Möbel, Bilder und Gebrauchsgegenstände aus der Wohnung in Wien und aus dem Sommerhaus in Gmunden am Traunsee. In den 93 Jahren seines Bestehens hat sich das Museum nicht nur zu einer repräsentativen Gedenkstätte, sondern auch zu einem Anlaufpunkt für Hebbel-Forscher aus aller Welt entwickelt. Die Bibliothek im Obergeschoß umfasst ca. 6000 Titel.
Im Zeitungsausschnittsarchiv werden seit Bestehen des Museums Zeitungsartikel über Hebbel aus dem deutschsprachigen Raum gesammelt. Wissenschaftlern stehen Arbeitsplätze in der Bibliothek und im Gastwissenschaftler-Zimmer zur Verfügung. Im Jahre 1926 wurde die Hebbel-Gesellschaft gegründet. Sie unterstützt das Museum, fördert die Hebbel-Forschung und belebt durch die jährlichen Tagungen in Wesselburen die Beschäftigung mit dem Dichter.
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Museumslandschaft Dithmarschen: Kreis Dithmarschen, Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestrasse 2-4, 25704 Meldorf,
Telefon: 04832/ 6 00 06- 0, Fax: 04832/ 6 00 06- 17, E-Mail: Landesmuseum@dithmarschen.de
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